• phillipwilke

Verdienstausfälle im Quarantänefall

Aktualisiert: März 24

Hier eine gute Zusammenfassung des Quarantänegesetztes von Eric vom Kletterkegel:


Wird das Unternehmen behördlich geschlossen haben die Beschäftigten laut Bundesarbeitsministerium Anspruch auf die Fortzahlung ihrer Löhne. Wird das Unternehmen zeitweilig geschlossen, gehöre das zu den klassischen Betriebsrisiken. Ist es eine amtliche Schließung, können sich die Unternehmen das Geld für den Lohn bei ihrem Bundesland zurückholen. Zuständig in Berlin sind dafür die Gesundheitsämter der jeweiligen Bezirke.


Wer wegen Verdachts auf Infektion isoliert wird und deshalb einen Verdienstausfall erleidet, bekommt eine Entschädigung. Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber maximal sechs Wochen lang den Nettolohn auch in der Isolation ausgezahlt – das jeweilige Bundesland erstattet dem Arbeitgeber die Beträge.


Selbstständige und Freiberufler erhalten bei Verdienstausfall eine Entschädigung nach dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. Die Höhe berechnet sich nach den letzten Jahreseinnahmen.


Auch könnten Arbeitgeber zu ihrer Entlastung Kurzarbeitergeld beantragen, wenn ein "unabwendbares Ereignis" zu erheblichen Arbeitsausfällen führe. Dann trägt die zuständige Arbeitsagentur einen Teil der Lohnkosten.


Das alles gilt aber nur, wenn ihr einen Fall habt, bei dem direkt jemand in offiziell angeordnete Quarantäne geschickt wird.


Hier das ganze Gesetz: https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__56.html


Hier ist der Antrag für Selbstständige im Quarantäne-Fall.


UPDATE: Hier findet ihr die Hinweise zum Infektionsschutzgesetz von Berliner Senat.

5 Ansichten